Egal, ob Sie einen neuen gastronomischen Betrieb eröffnen wollen, oder bereits einen Betrieb besitzen, der (über einen gewissen Zeitraum hinweg) geführt werden muss:
In beiden Fällen reichen hier ein paar Tage Beratung nicht mehr aus: hier liegt der Schwerpunkt unseres Engagements darin,

  • Mannschaften und Personen nach konkreten Vorgaben zu steuern,
  • (neue) Prozesse und Arbeitsabläufe zu stabilisieren und
  • den Betrieb nach vorher genau festgelegten Prämissen und Zielen zu führen.

Aufgrund unserer jahrelangen fachlichen, als auch sozialen Kompetenz ermöglichen wir Ihnen mit einem individuellen Angebot, Ihren Betrieb

  1. Zeitlich begrenzt (Interim-management) oder
  2. auf Basis eines Managementvertrages (Geschäftsbesorgungsvertrag)

zu betreuen.

  1. Interim-Management

Immer wieder gibt es Phasen im Lebenszyclus eines jeden Unternehmen. In denen die klassischen Unterstützungsfunktionen nicht oder nur unzureichend greifen:

Sanierungen unter Zeitdruck, grundlegende Restrukturierung, Abwendung von Insolvenz o.a. Krisen oder die sofortige Überbrückung von Vakanzen.

In unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung sowie bei Problemen und Aufgabenstellungen, in denen Spezialistenwissen länger als nur ein paar Beratertage gebraucht wird, oder wenn das bestehende Management die anstehenden Aufgaben nicht alleine lösen kann oder möchte, stellt Interim-Management die bestmögliche Ergänzung für die Leitung des Unternehmens dar. Gerade auch im Bereich Unternehmensübergang und -nachfolge, bei Kauf oder Verkauf eines Betriebsteiles oder des gesamten Unternehmens bietet Interim-Management notwendige Unterstützung für die Geschäftsleitung.

Hierzu hat sich ein regelrechter Markt für spezialisierte Interim Manager entwickelt. Sie müssen neben den fachlichen Fähigkeiten sehr genau unter den Aspekten soziale Kompetenz, Kommunikations- und Lernfähigkeit sowie Change-Know-how ausgewählt werden.

Die CAUPONA GmbH ist in der Lage, unterschiedliche Funktionen vom General Manager bis zur Leitung von Fachabteilungen zu übernehmen, wobei wir neben dem fachlichen Know How auch die langjährige Erfahrung und erforderliche soziale Kompetenz sowie die Kommunikations- und Begeisterungsfähigkeit mitbringen.

Mit dieser Art unseres Engagements helfen wir Ihnen, ein Problem zu lösen, eine neue Unternehmens- oder Bereichs-/Abteilungsführung zu etablieren/stabilisieren oder die strategische Neuausrichtung einer gesamten Einheit zu begleiten. Unsere Unterstützung endet, wenn die o.g. Aufgaben bzw das Projekt abgeschlossen sind/ist.

  1. Managementvertrag

Sie haben ein Objekt gepachtet oder gekauft, haben aber nicht die Zeit und/oder das fachliche Know How den Betrieb selbst zu führen ? Sie möchten aber dennoch die strategische bzw operative Entwicklung nicht ganz aus der Hand geben ?`In diesem Fall bietet sich grundsätzlich ein Managementvertrag (Geschäftsbesorgungsvertrag) an, der individuell geregelt werden kann:

a. reiner Managementvertrag

  • Mitarbeiter werden bei AG angestellt
  • Gezahlt wird eine Basis Management fee ggf zzgl einer Incentive Management fee (als Bonus ab einem vorher festgelegten Schwellenwert)

b. Managementvertrag mit Dienstleistungscharakter

  • Mitarbeiter werden beim AN angestellt
  • Gezahlt wird eine Basisvergütung (für Personal nebst Handlingsgebühr) zzgl. Einer Management fee (s.o.)

In beiden Fällen wird der Betrieb durch den Manager im Namen und auf Rechnung des AG geführt; d.h. die Einnahmen – und letztlich auch das kaufmännische Risiko – bleiben beim AG.

Gegenüber einem Pachtvertrag bietet Ihnen ein Managementvertrag jedoch den Vorteil der Kündigung, wenn z.B. das vereinbarte Ergebnis nicht erreicht wird und/oder der Betrieb nicht wie vereinbart geführt wird.

Zur weiteren Veranschaulichung hier kurz die Inhalte/Unterschiede:

 Managementvertrag

  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Veräußerungserlös steuerpflichtig
  • Kündigungsmöglichkeit bei Schlechtleistung
  • keine steuerliche Saldierung von Gewinnenund Verlusten
  • Einflussmöglichkeiten des Investors

Manager: kein Risiko

Eigentümer: volles Betriebsrisiko

 Pachtvertrag

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • nach Ablauf der Spekulationsfrist Veräußerungserlös nicht steuerpflichtig
  • nur Kündigung aus wichtigem Grund
  • eingeschränkte steuerliche Saldierung von Gewinnen und Verlusten
  • keine Einflussmöglichkeiten des Investors

Pächter: volles Betriebsrisiko

Verpächter: Insolvenzrisiko

Die CAUPONA GmbH bietet Ihnen in der Regel eine individuelle, auf Ihren Bedarf abgestimmte Mischung aus den vorgenannten, klassischen Modellen, sogenannte Hybridverträge an.

Dabei können in einem Managementvertrag z.B. die Teilzahlung der Management fee an die Erreichung bestimmter Ziele (in der Regel Umsatzgrößen) gebunden sein:

  1.  Beispiel für einen Hybrid-Managementvertrag
  • Vertrag über die Führung eines Betriebes zwischen Eigentümer und Betriebsgesellschaft im Namen und auf Rechnung des Betreibers
  • Eigentümer hat den Betrieb „löffelfertig“ zu erstellen
  • Vergütung: Grundvergütung + erfolgsabhängige Vergütung
  • Stand-Aside-Vereinbarung: Reduzierung bzw. Verfall der erfolgsabhängigen Vergütung, wenn Operating Profit wiederholt einen bestimmten (gestaffelten) Schwellenwert unterschreitet
  • claw-back-Klausel
  • Kündigungsmöglichkeit des Eigentümers, wenn GOP mehrfach unter o.g. Schwellenwert
  • Beschränkung der Veräußerungsbefugnis des Eigentümers (prohibited persons)
  • unwiderrufliches Eintrittsrecht für finanzierende Bank (oder eines von der Bank benannten Dritten) im Verwertungsfall

 

  1. Beispiel für einen Hybrid-Pachtvertrag
  • Vertrag über die Errichtung, Nutzung und Betrieb zwischen Eigentümer und Betriebsgesellschaft entsprechend vorher festgelegter (internationaler) Standards
  • Bereitstellung und Beschaffung der Inventories und FF&E * in definiertem Umfang durch Verpächter („löffelfertig“), im Übrigen Pächter
  • Mitspracherechte des Verpächters bei Ersatz und Austausch des FF&E, Jahresplan
  • Jour Fixe und Reporting betreffend Finanz- und Betriebsergebnisse, Instandhaltung, Marketingplan
  • Mitarbeiter sind AN des Pächters (Zustimmungserfordernis des Verpächters bei Hoteldirektor und kfm. Leiter; Abstimmungserfordernis mit Verpächter betreffend Abteilungsdirektoren, Chefkoch)
  • Pacht, die dem höheren der nachfolgenden Beträge entspricht: Umsatzjahrespacht und Mindestjahrespacht (für begrenzten Zeitraum), danach reine Umsatzpacht, aber gedeckelt auf Gesamthöchstbetrag (Cap)
  • Zuständigkeitsliste für Instandhaltung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung („Kreuzchenliste“)

 

Alleine diese beiden Beispiele zeigen die Vielfältigkeit, Chancen und Risiken von Betreibermodellen.
Investitions- und Risikobereitschaft, Branchenkenntnisse, fachliches Know How, steuerliche Aspekte und letztlich auch die Frage der persönlichen Ziele sind bei der Erarbeitung Ihrer individuellen Lösung gründlich zu prüfen und unter Einbindung von Experten mit den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben abzustimmen.

Vor Abschluß derartiger Vertragskonstellationen bedarf es daher immer einer eingehenden Beratung, die Ihnen die CAUPONA GmbH anbietet und – im Falle des Zustandekommens einer langfristigen Zusammenarbeit – mit dem ersten Jahresabschluß verrechnet.

 

*FF&E ist Furnitures, Fixtures & Equipment